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Industrielle Wertschöpfung und strategische Rohstoffabhängigkeiten

Globale Lieferketten stehen weiterhin unter strukturellem Druck. Eine umfassende Analyse von Deloitte zur deutschen Importabhängigkeit bei Lithium, Silizium und Kobalt zeigt, dass zentrale industrielle Wertschöpfungsketten stark von China sowie südostasiatischen Ländern wie Taiwan und Malaysia abhängen (vgl. Deloitte, Supply Chain Rohstoff-Analyse).

Für Unternehmen entlang der Silizium-Wertschöpfungskette – darunter auch DQ Deutsche Quarz AG – ist diese Entwicklung von erheblicher strategischer Relevanz.


Lithium: Konzentration statt Diversifikation

Die Analyse zeigt, dass sich die deutschen Lithiumimporte aus China über die vergangenen Jahre deutlich erhöht haben, während klassische Lieferländer wie Chile an relativer Bedeutung verloren haben (vgl. Deloitte).

Gleichzeitig stammt ein erheblicher Anteil der Lithium-Ionen-Akkumulatoren aus China. Diese Entwicklung unterstreicht die geopolitische Exponierung der deutschen Industrie in einem zentralen Zukunftssektor.

Lithium bleibt essenziell für:

  • Elektromobilität

  • Energiespeicherung

  • Elektronik

  • Spezialglas- und Keramikanwendungen


Silizium: Stabilere Rohstoffbasis – kritische Weiterverarbeitung

Im Bereich Silizium ist die Ausgangslage differenzierter. Die deutschen Rohstoffimporte stammen überwiegend aus politisch stabilen Ländern wie Norwegen und Frankreich (vgl. Deloitte).

Dies schafft grundsätzlich solide Voraussetzungen für den Aufbau und die Erweiterung der Halbleiterproduktion in Deutschland.

Allerdings bleibt die Abhängigkeit bei fertigen Halbleitern hoch: Ein Großteil der Vorprodukte wird weiterhin aus Taiwan, Malaysia und China importiert.

Damit entsteht ein strukturelles Spannungsfeld:

✔ Rohstoffbasis vergleichsweise stabil✖ Weiterverarbeitung geopolitisch exponiert


Strategische Bedeutung für DQ Deutsche Quarz AG

Silizium bildet die Grundlage für:

  • Halbleiter

  • Photovoltaik

  • Industrieanwendungen

  • Hochtechnologische Spezialmaterialien

Da hochreines Silizium aus Quarz gewonnen wird, beginnt die technologische Souveränität bereits auf Rohstoffebene.

Für DQ Deutsche Quarz AG bedeutet dies:

  • Stärkung europäischer Lieferketten

  • Sicherstellung hoher Rohstoffqualität

  • Beitrag zur Reduktion strategischer Abhängigkeiten

  • Integration in resiliente Industriecluster

Wenn Europa seine Halbleiterabhängigkeit reduzieren möchte, ist eine stabile Rohstoffbasis der erste Schritt.


Industrielle Wertschöpfung ist systemrelevant

Die Industrie trägt einen erheblichen Anteil zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei. Insbesondere Fahrzeugbau, Maschinenbau, Chemie- und Elektroindustrie hängen direkt oder indirekt von stabilen Rohstoffströmen ab (vgl. Deloitte).

Die Sicherung dieser Basis ist daher nicht nur eine betriebliche Frage – sondern eine industriepolitische Notwendigkeit.


Fazit


Die Deloitte-Analyse verdeutlicht eine strukturelle Herausforderung, die auch 2026 nichts an Aktualität verloren hat:

Rohstoffabhängigkeit ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern eine strategische Realität.

Für DQ Deutsche Quarz AG liegt hierin eine klare Positionierung:Die Stärkung regionaler, qualitativ hochwertiger Quarz- und Siliziumlieferketten ist ein Baustein für Europas industrielle Resilienz.


Quelle

 
 
 

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DQ Deutsche Quarz AG
Wirtschaftliches Wachstum, strukturelle Anpassung und Arbeitsplatzsicherung stehen nicht im Widerspruch zu Mensch, Natur und Umwelt. Eine Rohstoffgewinnung, die Interessen aller Akteure berücksichtigt, schafft gemeinsame Werte

  • DQ Deutsche Quarz AG
    Niels Emil Nüssler 
    Vorstand

  • Adresse

    Beethovenstraße 9

    01917 Kamenz

       Deutschland

  • Sekretariat

        Angela Engelhardt-Deutscher

        info(@)deutschequarz.de

  • Bergrechtliches Projektmanagement

       Prof. Dr. Martin Kirschbaum.

01920 Kamenz, Deutschland

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